Zum Inhalt springen
Start » Pressemitteilung | Besuchskommissions-Bericht bestätigt unsere Forderungen

Pressemitteilung | Besuchskommissions-Bericht bestätigt unsere Forderungen

    Der fünfte Bericht über die Tätigkeit der Besuchskommissionen nach dem Brandenburgischen Psychisch-Kranken-Gesetz ist erschienen – und er bestätigt vieles von dem, was wir als Angehörigenvertretung seit Jahren ansprechen.

    Wo sich unsere Einschätzungen decken

    Die unabhängigen Besuchskommissionen sehen – genau wie wir – dringenden Handlungsbedarf bei zentralen Themen der psychiatrischen Versorgung: bei der Vermeidung von Unterbringungen und Zwang, beim Ausbau aufsuchender Versorgung im Flächenland Brandenburg, bei der Stärkung der Angehörigenarbeit durch verbindliche Kooperationsvereinbarungen, bei der Personalausstattung und beim Ausbau niedrigschwelliger Krisenintervention.

    Dass eine unabhängige Instanz diese Problembereiche benennt, gibt unseren Forderungen zusätzliches Gewicht.

    Konstruktive Zusammenarbeit

    Wir würdigen ausdrücklich die Schritte, die das Ministerium für Gesundheit und Soziales bereits eingeleitet hat – etwa die Workshops zur besseren Verzahnung der psychosozialen Versorgung und die Entwicklung einer Psychiatrieberichterstattung auf Landesebene.

    Nächster Schwerpunkt: Unabhängige Beschwerdestelle

    Besonders wichtig bleibt uns die Einrichtung einer landesweiten unabhängigen Beschwerdestelle für Menschen mit psychischen Erkrankungen und ihre Angehörigen. Andere Bundesländer haben bereits erfolgreiche Modelle entwickelt, von denen Brandenburg lernen kann.

    Auch das Positive zählt

    Der Bericht zeigt auch: Die Rechte von Menschen mit psychischer Erkrankung werden in den brandenburgischen Kliniken grundsätzlich gewahrt. Das ist ein gutes Fundament – und Ansporn, weiter an Verbesserungen zu arbeiten.

    Menschen mit psychischen Erkrankungen und ihre Angehörigen brauchen eine starke Stimme. Wir bringen unsere Erfahrungen und Expertise gerne in alle Diskussionsprozesse ein.


    Links zum Beitrag:

    Download:

    PDF der Pressemitteilung